Zusammenhang zwischen Flächenbelastung und Landegeschwindigkeit

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  • Wolkengeflüster
    Registrierter Benutzer
    • 21.10.2002
    • 990

    Zusammenhang zwischen Flächenbelastung und Landegeschwindigkeit

    Hallo zusammen,

    ich habe da wieder eine Frage...

    Wie sieht den der Zusammenhang aus zwischen Flächenbelastung und Landegeschwindigkeit ?

    Da gibts z.B. Flächen wie den Kite mit 13,8 m² mit 120 kg erlaubter Zuladung (8.7 kg/m² max.)

    Der MastR von Icaro hat eine Flächenbelastung von etwa 7,15 ~ 7,50 kg/m² max.

    Demnach müsste sich ein MastR an der oberen Gewichtsgrenze einfacher weil langsamer landen lassen,
    vor allem ohne Gegenwind ?

    Gruss Josef
  • UdoH
    Registrierter Benutzer
    • 27.01.2002
    • 1979
    • Udo Hartmann
    • WI

    #2
    AW: Zusammenhang zwischen Flächenbelastung und Landegeschwindigkeit

    Der Kite wurde nochmal nachgemessen und dann kamen doch irgendwie 14,3 m² heraus, habe ich gehört.
    Außerdem ist die Flächenbelastung bei weitem nicht der alleinige Faktor bei der Minimalgeschwindigkeit.

    Achja, zu geringe Flächenbelastung hat auch ihre Tücken, wenn die Thermik mal etwas handfester wird. Aus diesem Grund hab ich meinen Orbiter-L verkauft.

    denkt der Udo

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    • czuelch
      Registrierter Benutzer
      • 06.09.2001
      • 1429
      • Carsten Zülch

      #3
      AW: Zusammenhang zwischen Flächenbelastung und Landegeschwindigkeit

      Über welche der 3 Größen des MastR reden wir denn? Und bei welcher Zuladung?

      Im Übrigen ist es so, wie Udo sagt: Neben der Flächenbelastung spielt auch der erfliegbare Gesamt-Auftriebsbeiwert eine erhebliche Rolle, und der hängt in erster Linie von Profil und Schränkung ab.

      Außerdem verstehe ich die Frage nicht so ganz: Die maximal zulässige Zuladung hängt davon ab, bis zu welcher Belastung der Lasttest erfolgreich durchgeführt wurde. Das kann von vielen Dingen abhängen, die jedenfalls mit der Landegeschwindigkeit nichts zu tun haben. Sinnvoll scheint mir die Frage: Welcher Drachen hat bei einer bestimmten Zuladung (z.B. 95 kg) die geringere Minimalgeschwindigkeit? Ein Indikator dafür ist die vom DHV festgestellte Minimalgeschwindigkeit, denn die wird (in den letzten Jahren) immer vom selben Testpiloten mit demselben Equipment erfolgen. Bei hoher Zuladung spielt auch die Steifigkeit des Geräts eine gewisse Rolle, deshalb ist der Schluss von der "DHV-Minimalgeschwindigkeit" auf die Minimalgeschwindigkeit bei hoher Zuladung nicht ganz exakt.

      Gruß
      Carsten

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      • Glockenflieger
        Registrierter Benutzer
        • 31.07.2006
        • 195
        • Frank Eigenmann
        • Mannheim

        #4
        AW: Zusammenhang zwischen Flächenbelastung und Landegeschwindigkeit

        Wenn man in der gleichen Geräteklasse- Einfachsegler, Intermediate, Hochleister vergleicht, dann spielt die Flächenbelastung beim Drachen wohl die wichtigste Rolle beim Landen, das weiß ich aus eigener Erfahrung da ich mit über 90 KG meist am oberen Limit meiner Drachen fliege, mein Bruder hingegen deutlich leichter, tut sich beim Landen generell auch leichter.

        Die maximale Zuladung lieg meist in der Festigkeit des Drachens begründet und ist daher kein Maßstab zum Vergleich.

        Grundsätzlich gilt mit höherer Flächenbelastung ist man (gefühlt proportional)* schneller beim Landen denn die höhere Masse muß beim Ausflären ja auch noch abgebremst werden.

        Also sind die beiden Haupt- Faktoren die Minimalgeschwindigkeit und Flächenbelastung.

        Das Landeverhalten selbst spielt bei modernen Drachen scheinbar weniger eine Rolle, die lassen sich mittlerweile wohl alle gut Landen. Früher gab es Geräte die dazu neigten die Nase beim Stallen selbständig runter zu nehmen, der Magic war so ein Gerät und die Nasensporngeräte- einer der Gründe warum ich die "Liebe" zu Nasensporngeräten immer noch nicht nachvollziehen kann.

        Happy Landings

        Frank

        *Anmerkung dies ist ein vereinfachte Darstellung, dem Autor ist die wahre Formel des Einflusse der Flächenbelastung auf die Geschwindigkeiten sehr wohl bekannt.
        Aus Rücksicht auf "Otto Normalverbraucher" der auf eine einfache Frage eine einfache Antwort erwarten darf, spare ich mir solche exaten (beim Flex Flügel eben nicht immer exakten) wissenschaftlichen Ausführungen hier im Forum möglichst, denn Experten wissen die exakte Antwort ja schon.
        Zuletzt geändert von Glockenflieger; 24.08.2012, 08:55. Grund: Weniger ist manchmal eben mehr
        Frank Eigenmann

        Hang Glider Experts SW

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        • czuelch
          Registrierter Benutzer
          • 06.09.2001
          • 1429
          • Carsten Zülch

          #5
          AW: Zusammenhang zwischen Flächenbelastung und Landegeschwindigkeit

          Zitat von Glockenflieger
          Grundsätzlich gilt mit höherer Flächenbelastung ist man (proportional) schneller beim Landen
          *Griffelspitzermodus an* Die (Minimal-) Geschwindigkeit ändert sich (wenn sonst alles gleich bleibt) nicht proportional mit der Flächenbelastung, weil die Flächenbelastung nur mit ihrer Wurzel in die Geschwindigkeit eingeht.
          Faustformel v=4 * (G/F * 1/Ca)^1/2 (v=FLuggeschwindigkeit, G/F=Flächenbelastung, Ca=Gesamtauftriebsbeiwert)

          Beispiel:
          Drachen 14 qm
          Startgewicht: 120 kg (Drachen 30kg + Pilot m. Ausrüstung 90 kg)
          => Flächenbelastung 8,57 kg/qm
          Be einem Ca-max von 1,8 ergibt sich eine Fluggeschwindigkeit von 8,73 m/s oder 31,4 km/h.

          Wenn das Startgewicht jetzt 10% (12kg) größer wird, nimmt die Fluggeschwindigkeit nur um 4,8% zu:
          Startgewicht 132 kg (Drachen 30kg + Pilot 102 kg)
          => Flächenbelastung 9,43 kg/qm
          Bei einem Ca-max von 1,8 ergibt sich eine Fluggeschwindigkeit von 9,15 m/s oder 32,96 m/s. *Griffelspitzermodus aus*

          Das gilt, wie gesagt, nur wenn alles andere, insbesondere die Schränkung, gleich bleibt. Nun schränkt ein stärker belasteter Flügel mehr auf; allerdings kann ein schwerer Pilot etwas mehr VG ziehen bei etwa gleich gutem Handling, was die Schränkung wieder verringert.

          Richtig ist auch, dass die Masse des Piloten beim Ausflaren abgebremst werden muss, und bei diesem dynamischen Vorgang hilft eine große Fläche.

          Grüße
          Carsten

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